Leibwächter für Dürer, Botticelli und Rembrandt: Fünf Typen von Museumswärtern

Von Dürer, Botticelli, Rembrandt, Rubens, Monet, Manet, Turner, Matisse und Klee umgeben sein – manche nehmen dafür weite Reisen in Kauf und zahlen Eintritt. Andere müssen das nicht. Sie haben das jeden Tag, denn

sie arbeiten als Aufseherin oder Aufseher im Kunstmuseum. Nicht immer hat man aber als Besucher den Eindruck, dass sie das auch genießen. Eine kleine Typologie der Museumswärter.

Der Gelangweilte: Er interessiert sich nicht mehr (oder hat sich noch nie interessiert) für das, was da um ihn herum an den Wänden hängt. Und im Grunde auch nicht für die Museumsbesucher. Für ihn ist der Job erkennbar eine Quälerei. In früheren Zeiten hat er Bücher oder Zeitschriften gelesen, wenn ihm das erlaubt war. Heute verbringt er, wenn er nicht gerade auf seine Schuhe starrt, die Zeit mit seinem Smartphone. Das rettet ihm seinen Tag.

Der Detektiv: Er sieht in jedem Besucher einen möglichen Kunstdieb oder Herostraten (Kunstzerstörer) und verhält sich entsprechend. Sein kritischer Blick ersetzt jeden Metalldetektor. Sein Menschenbild entspricht dem eines Strafrichters am Amtsgericht nach 30 Dienstjahren. Was die Überwachung der Gäste betrifft, so setzt er auf das Prinzip Manndeckung. Niemals weiter als zwei, drei Meter vom kriminellen Subjekt entfernt sein. Weiterlesen