Wie man in´s Kunstmuseum gehen kann, ohne ein einziges Gemälde anzusehen

Vor einiger Zeit im Berliner Brücke-Museum: Ein Mann, wahrscheinlich in den 60ern, kariertes Hemd, Digitalkamera in der Hand, macht sich an die Arbeit. Er startet – ganz korrekt – beim ersten Gemälde der Ausstellung. Ohne das Werk genau anzusehen, fotografiert er es ab, dann folgt ein Schnappschuss des Hinweisschildes daneben, damit er später auch weiß, von wem das Bild stammt. So geht es 45 Minuten lang. Foto vom Gemälde, Foto vom Schild. Ein Schritt weiter. Foto vom Gemälde, Foto vom Schild. Ein Schritt weiter…

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Sprichst Du mit Deinen Balkonblumen? Lächelt Dich Dein Essen an?

Hilfe, mein Essen lebt.

Senta Berger hat vor kurzem in einem Interview mit dem Tagesspiegel halb im Scherz, halb im Ernst  erwähnt, dass sie gelegentlich zu den Pflanzen in ihrem Garten spreche. Sie ist damit nicht alleine. Viele von uns machen das. Sie alle sind deswegen in gewisser Weise Animisten – also Menschen, die die sie umgebende Welt als beseelt betrachten. Weiterlesen