Ein Spaziergang durch das Dichterviertel Friedenau

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Der  Berliner Ortsteil Friedenau hat weniger Einwohner als manch eine bayerische Kleinstadt zu bieten, nämlich nur 27.000 …

Aber trotzdem lebte hier ein ganzes Bataillon von Schriftstellern. Unter anderem haben in Friedenau gewohnt: Erich Kästner, Kurt Tucholsky,  Hans Magnus Enzensberger, Uwe Johnson, Christoph Meckel, Hans-Ulrich Treichel und Rainer Maria Rilke. Es kommt einem vor, als habe es hier irgendwann einmal Dichter vom Himmel geregnet.

Literaturnobelpreisträger Günter Grass hatte ein verwunschenes, verwinkeltes Häuschen. Der Schweizer Max Frisch hatte sich eine Wohnung in einem Haus mit prunkvoller Fassade ausgesucht.  Er schrieb über seine Wahlheimat:  “Die Wohnung liegt in der Flugschneise Tempelhof; die Flugzeuge kommen niedrig, sodass es im Hinterhof dröhnt … dazwischen Stille,  Friedenau ….Genau die Art von Wohnung, die wir in Zürich vergeblich gesucht haben: einfach, aber mit hohen Zimmern. So sind wir denn in Berlin.”

Wer etwas Glück hat, so wie ich bei meinem Spaziergang durch Friedenau, der kann heute der berühmtesten Frau begegnen, die der Berliner Stadtteil  zu bieten hat. Eine zarte, fast immer in dunklen Farben gekleideten Dame: Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. Sie wohnt wie schon die vielen anderen in Deutschlands wichtigstem Dichter-Dorf.

 

2 Kommentare zu “Ein Spaziergang durch das Dichterviertel Friedenau

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