Ein Schauspieler, paniert wie ein Wiener Schnitzel, trägt Thomas Bernhard vor

Ein endlos grantelndes, stellenweise witziges, insgesamt aber wenig hoffnungsfrohes Monologisieren. Das sind Thomas Bernhards Prosastücke. Egal, ob es sich um die Auslöschung, Alte Meister oder Das Kalkwerk handelt. Prädikat: uninszenierbar. Sollte man meinen. An der Berliner Schaubühne haben sie es versucht. Mit Erfolg.

Weiterlesen

Ein Gala-Abend für alle Timeline-Neurotiker

Der Lerneffekt scheint nicht sehr groß gewesen zu sein. Kaum war  der Premierenapplaus verklungen, holten die Zuschauer ihre Smartphones aus der Tasche und warfen einen Blick darauf. Es könnten ja einige interessante neue Postings bei Facebook eingegangen sein. Die Aufführung hatte schließlich knapp zwei Stunden gedauert. Weiterlesen

Der schönste Bühnenregen seit langem, mehr aber leider nicht

Zu Beginn der Aufführung sieht man als Zuschauer rechts und links der Bühne ganze Paletten von Mineralwasserflaschen und weiß noch nicht, dass sie eine zentrale Rolle  spielen werden. Denn ihr Inhalt stellt den Regen dar, der dem Stück seinen Namen „Regen in Neukölln“ gegeben hat. Mit kindlicher Freude bespritzen und bespucken sich die Schauspieler am Ende dieser Stunde mit Mineralwasser. Da sieht man gerne zu – vor allem, wenn man selbst trocken bleibt.   Weiterlesen

Dickschiffe und Barkassen der Berliner Kultur

Wie in jedem Hafen, so gibt es auch in der Berliner Kulturszene die großen Dickschiffe, die kleinen Barkassen und vieles zwischendrin. Axel Schock hat sich für sein sehr lesenswertes Buch „Absolut Berlin“ (Hirschkäfer Verlag) die Mühe gemacht, die Bühnen nach der Zahl der Sitzplätze zu sortieren:   Weiterlesen