Gibt es eine verrücktere Idee als die, ein knapp 300 Seiten starkes philosophisches Werk zum Gegenstand eines Konzert- und Performanceabends zu machen? Ein Buch, das schwer zu lesen ist und bisher gewiss noch nie von jemandem zur Grundlage von Songtexten gemacht wurde… Wohl kaum. Aber trotzdem ist Herbert Marcuses „Der eindimensionale Mensch“ zu dieser Ehre gekommen.
Archiv für den Monat Oktober 2014
Ein Schauspieler, paniert wie ein Wiener Schnitzel, trägt Thomas Bernhard vor
Ein endlos grantelndes, stellenweise witziges, insgesamt aber wenig hoffnungsfrohes Monologisieren. Das sind Thomas Bernhards Prosastücke. Egal, ob es sich um die Auslöschung, Alte Meister oder Das Kalkwerk handelt. Prädikat: uninszenierbar. Sollte man meinen. An der Berliner Schaubühne haben sie es versucht. Mit Erfolg.
Ist Euch denn gar nichts mehr peinlich?
Wer auf seine alten Tage noch einmal zu seinen schwülsten Jugendträumen zurückkehren möchte, der sollte in der nächsten Zeit die Berliner Sophiensäle besuchen. Dort empfängt ihn schon im Foyer eine Zeitmaschine.
90 Minuten im Theater, 30 Mal den Platz gewechselt
Menschen einsortieren, damit kann man gut seine Zeit verbringen: Brillenträger oder Nicht-Brillenträger, über 50.000 Euro Jahreseinkommen oder weniger, abenteuerlustig oder ängstlich, attraktiv oder nicht, Greis oder Jugendlicher, Datenwildschwein oder Datensparschwein?



