Es ist eines der bekanntesten Kinderbücher in deutscher Sprache: Pünktchen und Anton von Erich Kästner. Woher aber kommt der Titel? Wer war das Mädchen mit dem seltsamen Namen „Pünktchen“? Handelte es sich bei „Anton“ vielleicht um einen Schulkameraden des Schriftstellers? Seit ich das Erich-Kästner-Museum besucht habe, weiß ich Bescheid.
Archiv für den Monat September 2014
Berliner Kult(ur)kneipen (12): Café Bravo im KW Institute for Contemporary Art
Deutsch ist hier, nun ja, nicht unbedingt die Regelsprache. In den Galerien von Berlin-Mitte und im KW Institute for Contemporary Art kommt der Besucher häufig mit Englisch sehr viel weiter. Berlin und erst recht die Gegenwartskunst sind eben international. Dafür lernt man hier aber auch überaus cooles Volk kennen.
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Ein Gala-Abend für alle Timeline-Neurotiker
Der Lerneffekt scheint nicht sehr groß gewesen zu sein. Kaum war der Premierenapplaus verklungen, holten die Zuschauer ihre Smartphones aus der Tasche und warfen einen Blick darauf. Es könnten ja einige interessante neue Postings bei Facebook eingegangen sein. Die Aufführung hatte schließlich knapp zwei Stunden gedauert. Weiterlesen
Das Hornvieh durfte bei der Hornmusik zuhören
Rinder, Ochsen, Nashörner und Bisons dürften selten in den Genuss kommen, ein kleines Kammerkonzert zu erleben. Wahrscheinlich legen sie auch keinen Wert darauf. Trotzdem war es gerade erst im Zoologischen Garten der Fall.
Was macht das Schlagzeug im tiefsten Wedding? Und das Cello mitten in Neukölln?
Das Konzerthaus zu Berlin ist an Prunk und Pracht kaum zu übertreffen. Außen der Gendarmenmarkt, der beeindruckenste Platz der Hauptstadt. Innen: Kronleuchter, Marmorbüsten und Polstermöbel. Würde da jemand freiwillig einen Ausflug in die Berliner Bezirke machen? Ja. Und zwar fast alle Musiker des Konzerthausorchesters.
„Wer bis an das Ende beharrt“, der erlebt den schönsten Marthaler-Moment

Die Bühne als Zuschauerraum und der Zuschauerraum als Bühne. So will es Regisseur Christoph Marthaler an der Berliner Staatsoper.
Um gleich mit dem bewegendsten Moment des Abends anzufangen. Das war der Schluss. Da lässt Regisseur Christoph Marthaler zwei Gruppen von Schauspielern bzw. Musikern im Gänsemarsch durch das weite, leere Halbrund des Zuschauerraumes im Schillertheater gehen und dabei Felix Mendelssohn-Bartholdys „Wer bis an das Ende beharrt, der wird selig“ singen. Schließlich verlassen sie den Saal, singen aber weiter, bis sich ihre Stimmen im Nichts verlieren. Das Publikum lauscht dem Gesang bis zum letzten noch vernehmbaren Ton nach. Keiner steht auf, keiner raschelt mit Papierchen, keiner hüstelt.



