Der Fachbegriff heißt Obituarien. Kennt ihn jemand? Nur die wenigsten, vermute ich. Man kann es auch anders nennen: Nachrufe. In der deutschen Presse wird diese journalistische Darstellungsform eher stiefmütterlich behandelt. Bis auf eine Ausnahme in Berlin. Weiterlesen
Archiv des Autors: metropolkultur
Sprichst Du mit Deinen Balkonblumen? Lächelt Dich Dein Essen an?
Senta Berger hat vor kurzem in einem Interview mit dem Tagesspiegel halb im Scherz, halb im Ernst erwähnt, dass sie gelegentlich zu den Pflanzen in ihrem Garten spreche. Sie ist damit nicht alleine. Viele von uns machen das. Sie alle sind deswegen in gewisser Weise Animisten – also Menschen, die die sie umgebende Welt als beseelt betrachten. Weiterlesen
Philosophiestunde mit Plecostomus commersonii
Wer über das Leben nachdenken will, der muss ins Berliner Naturkundemuseum gehen. Zu den Toten. In die Sammlung von Nasspräparaten. Klingt zwar irgendwie langweilig, nach Biologieunterricht. Ist es aber nicht. Weiterlesen
Berliner Kult(ur)kneipen (1): Café Schaubühne
Theater spielen ist harte, raue Arbeit. Nicht für den, der zuschaut, sondern für den, der es macht. Und deswegen passt es ganz gut, wenn eine Theaterkantine das auch widerspiegelt. Weiterlesen
Von Ameisenstraßen, Lichtmalerei und singenden Gläsern
Kann man mit Licht malen? Vielleicht sogar in die Luft? Ja. Wer das nicht glaubt, der sollte die Ausstellung von Takehito Koganezawa im Berliner Haus am Waldsee besuchen. Weiterlesen
Ein Spaziergang durch das Dichterviertel Friedenau
Der Berliner Ortsteil Friedenau hat weniger Einwohner als manch eine bayerische Kleinstadt zu bieten, nämlich nur 27.000 … Weiterlesen
Der schönste Bühnenregen seit langem, mehr aber leider nicht
Zu Beginn der Aufführung sieht man als Zuschauer rechts und links der Bühne ganze Paletten von Mineralwasserflaschen und weiß noch nicht, dass sie eine zentrale Rolle spielen werden. Denn ihr Inhalt stellt den Regen dar, der dem Stück seinen Namen „Regen in Neukölln“ gegeben hat. Mit kindlicher Freude bespritzen und bespucken sich die Schauspieler am Ende dieser Stunde mit Mineralwasser. Da sieht man gerne zu – vor allem, wenn man selbst trocken bleibt. Weiterlesen
Dickschiffe und Barkassen der Berliner Kultur
Wie in jedem Hafen, so gibt es auch in der Berliner Kulturszene die großen Dickschiffe, die kleinen Barkassen und vieles zwischendrin. Axel Schock hat sich für sein sehr lesenswertes Buch „Absolut Berlin“ (Hirschkäfer Verlag) die Mühe gemacht, die Bühnen nach der Zahl der Sitzplätze zu sortieren: Weiterlesen
Diese Obsession, Sätze zu tippen
Es machte mich ein wenig traurig, die eben zu Ende gegangene Ausstellung über Max Frisch an der Akademie der Künste (Hanseatenweg, Tiergarten) zu besuchen. Und zwar deswegen, weil man
Kino? Theater? Oper? Hörspiel? Von allem ein wenig.
Was hat mich der Einsatz von Videotechnik auf Theaterbühnen nicht schon gelangweilt. Jeder Regisseur hat irgendwann mitbekommen, dass sich das dazu gehört. Und deswegen muss bis zum letzten Landestheater ein Kameramann auf der Bühne mit herumspazieren, dessen Live-Aufnahmen auf eine Leinwand übertragen werden.
Bei Katie Mitchell (geb. 1965) ist das anders.






